Bohrlochinfiltrometer oder well permeameter
Aus einem in Augenhöhe aufgebautem Standzylinder wird Wasser
in das zu beprobende Bohrloch geleitet. Über eine Schlauchleitung
ist der Standzylinder mit einem im Bohrloch hängenden Schwimmerventil
verbunden. Dieses Ventil sorgt dafür, dass der gewählte
Wasserstand (=Pegel) stabil gehalten wird. Es fließt aus
dem Standzylinder nur die Menge an Wasser nach, wie der Boden
um das Bohrloch an Wasser aufnimmt. Insbesondere der Einsatz eines
freien Schwimmerventils unterscheidet diese Methode der Pegel-haltung
von den üblichen Verfahren, die den Wasserstand über
ein Vakuum- (Mariottesche Flaschen) oder Pumpensystem regeln.
Das Verfahren mit frei hängendem Schwimmerventil bietet folgende
Vorteile:
- einfacher Aufbau und einfache Bedienung des Testgeräts
- Möglichkeit der Testung von Bodenschichten in beliebiger
Tiefe
- problemlose Verlängerung der Dauer oder Wiederaufnahme
von Versickerungsversu-chen
- präzise Funktion – genaue und einfache Messdatenerfassung
Weiterhin bietet das Gerät die Möglichkeit, Versickerungstests
zu optimieren, die nach dem „Open-End-“ und dem „Doppelring.-Verfahren“
durchgeführt werden.


Martin Heinloth führt den Feldversuch
am Nürnberger Hafen aus.